Open KnowledgeWorker

Am 10.12.2013 war Jenny Weber von Chemmedia zu Gast beim SOOC1314 und hat uns Teilnehmern das OER-Autorentool „Open KnowledgeWorker“ vorgestellt.

Open Educational Resources sind frei zugängliche, „offene“, Lernplattformen mit wenig restriktiv lizenzierten Lerninhalten. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, dass das gesammelte Wissen wiederverwendet werden kann und sich dadurch hoffentlich weiterentwickelt.

Im Beispiel des „Open KnowledgeWorker“ hat jeder User seinen eigenen „Workspace“ wo er eigene Kurse, Lernziele und sog. Wissensbausteine erstellen kann. Dieser „Workspace“ ist quasi mein „Profil“ und beinhaltet die Dinge die mich interessieren, oder aus Sicht eines Lehrers, die Inhalte seines Unterrichtsfaches.

Um den eigentlichen Ansatz eines OERs zu erfüllen, nämlich Lerninhalte möglichst vielen Leuten zugänglich zu machen, sie zu teilen und gemeinsam zu bearbeiten, können andere User auf meinen Workspace (meine Lerninhalte) zugreifen.

Abgesehen von den CC-Lizenzen ist die Restriktion hier, dass nur die User auf meine Lerninhalte zugreifen können, die ich dafür freigeschalten habe. Somit sind meine zu Beginn des Vortrags vorhandenen Bedenken, dass meine Daten von anderen Usern gelöscht werden können, eigentlich grundlos gewesen.

Was mich allerdings im Nachhinein beschäftigt hat, ist wie der Mechanismus aussieht der verhindert, dass ein User im Bearbeitungsmodus einfach den kompletten Inhalt löscht bzw. mit falschen Daten befüllt. Denkbar wäre hier eine Versionierung der Lerninhalte oder eine Freigabe der Änderungen durch den Besitzer des Workspaces. Die Freigabe der Änderung kennt man bspw. von Wikis, wo Änderungen nicht sofort aktiv werden, sondern zunächst von anderen Usern oder von einem Administrator genehmigt werden müssen.

Die Zielgruppe ist eigentlich jeder, wobei ein Fokus auf Entwicklungsländer gelegt wird. Wie Problembaum in einem Blogpost geschildert hat, haben allerdings genau die Personen aus wenig entwickelten Ländern, die am meisten von den OERs profitieren würden, das Problem, dass sie oftmals keinen Zugang zu einem Computer bzw. Internet haben.

Ob ich selbst eine offene Lernplattform verwenden würde kann ich nur schwer beantworten. Ich habe allerdings das Gefühl, dass mir der Mehrwert im Vergleich zu einem Wiki und Internetforen fehlt oder zumindest noch nicht ersichtlich geworden ist. Hat jemand eine Idee?

Sicher ist auf jeden Fall, dass solch eine Plattform davon lebt, dass möglichst viele Leute teilnehmen. Deswegen vermute ich, dass die Etablierung eines solchen Systems die größte Herausforderung darstellt. Sobald es erst mal läuft und genügend User hat, dürfte es ein Selbstläufer sein und aufgrund der vielen enthaltenen Informationen immer mehr User anziehen.

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3 Gedanken zu “Open KnowledgeWorker

  1. Ich glaube du hast die Definition von oer noch nicht ganz erfasst. Oer sind alle Materialien, die unter einer freien Lizenz stehen. Damit sind Cc- Lizenzen auch keine Restriktionen, sondern eigentlich eher Erlaubnisse. Schau dir am besten einfach noch mal die Materialien zum Themenblock 2 und 3 an.

  2. „Was mich allerdings im Nachhinein beschäftigt hat, ist wie der Mechanismus aussieht der verhindert, dass ein User im Bearbeitungsmodus einfach den kompletten Inhalt löscht bzw. mit falschen Daten befüllt.“
    –> Deine erstellte Inhalten bleiben gleich, andere Nutzer können die Inhalte lediglich bei sich einbinden. D.h. sie tauchen dann in dem neuen Kurs auf, können aber nicht verändert werden. Letzteres habe ich schon als „Feature Request“ weitergeleitet, d.h. ich würde gern einen anderen Inhalt kopieren und den dann weiter bearbeiten können – natürlich ohne den alten Inhalt zu bearbeiten, sondern eben auf einer neuen Version weiter zu arbeiten.

    Ansonsten bin ich sehr gespannt, was vielleicht auch für erste Ergebnisse von Euch entstehen, denn das Tool ist in dieser offenen Variante sehr sehr frisch. Die kommerzielle Version, die Basis für den „Open“ KW war, ist da einfacher: alles gehört dem Unternehmen, that’s it. CC ist (wie wir schon bemerkt haben) nicht leicht. Aber das macht es auch spannend…

  3. Pingback: Zusammenfassung des Themenblock III aus Teilnehmersicht | SOOC13/14

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