Wie sähe eine Welt aus, in der jeder Steuerberater, jede Erzieherin, jeder Lehrer, jede Professorin, jeder Politiker bloggt?

Bestimmt nicht großartig anders als jetzt.

Vor der enormen Informationsflut aus dem Internet kann man sich ja jetzt schon nicht mehr retten. Noch mehr Blogs/Posts ändern an der aktuellen Situation sicher nichts.

Die Frage ist eher: Haben die verschiedensten Berufsgruppen überhaupt etwas zu erzählen?

In manchen Fällen ja. So bspw. Prof. Dr. Jean-Pol Martin der schrieb: „Ich hatte eine „Botschaft“ und wollte sie verbreiten.“. Da es sich hierbei nicht um die Privatperson, sondern explizit um den Menschen im Berufsleben handelt, stellt sich mir die Frage, ob auch der Bäcker von nebenan, die Kellnerin aus dem netten Restaurant oder der Postbote eine (berufliche) „Botschaft“ hat die er/sie verbreiten möchte?

Ich glaube kaum. Bei einem Politiker könnte ich mir das hingegen ganz klar vorstellen. Ein Politiker versucht den lieben langen Tag Menschen (Wähler) auf irgendeine Art zu erreichen. Jede weitere Kommunikationsmöglichkeit wird da sicherlich dankend angenommen. Auch bei Erzieherinnen ist für mich ein Blog nicht abwegig. Bei dieser Berufsgruppe habe ich persönlich den Eindruck, dass sie sich für diesen Job nicht aus reinen monetären Gründen entschieden haben, sondern dass sie den Beruf mit mehr Leidenschaft ausüben als das in manch anderen Berufsgruppen der Fall zu sein scheint. Sie haben demnach eine ähnliche Passion oder „Botschaft“, wie es bereits Prof. Dr. Jean-Pol Martin beschrieben hat. Bei anderen Berufsgruppen, die eben genau den Eindruck erwecken, sich aus monetären Gründen für einen Job entschieden zu haben, wie bspw. einem Steuerberater oder Banker, ist die Frage eher: Wollen die das überhaupt erzählen?

Tendenziell eher nicht. Sonst würden sie den Kunden wichtige (geldbringende) Informationen kostenfrei zur Verfügung stellen. Sonderlich clever wäre das bestimmt nicht.

Für viele Menschen wäre es, trotz der möglichen Anonymität der Internets, gar nicht erlaubt über ihren Job so detailliert zu sprechen, da sie aus rechtlichen Gründen, wie bspw. der Geheimhaltung, nicht über berufliche Inhalte sprechen und erst recht nicht schreiben dürfen.

Somit bliebe wohl alles beim Alten. Sagen und schreiben darf jeder (fast) alles was er möchte, ob dabei etwas sinnvolles/erzählenswertes rauskommt darf zum Glück auch weiterhin der Leser entscheiden.

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4 Gedanken zu “Wie sähe eine Welt aus, in der jeder Steuerberater, jede Erzieherin, jeder Lehrer, jede Professorin, jeder Politiker bloggt?

    • Erzählen kann ja jeder was. Ich denke SOOC1314Daniel hat es eher aus beruflicher Sicht, und der Frage ob wir uns eine Welt in der bloggen zum normalen Arbeitsalltag gehört, vorstellen können. Ich stimme Ihm da vollkommen zu, da ich ebenfalls nicht glaube dass es für alle Berufe funktioniert.
      Die aufgeführten Beispiele zeigen die Sinnhaftigkeit des Bloggens einer Kassiererin.
      Natürlich ist es mal nett über „Scheidenfrostschutz“ oder gleichartige Patzer in der Preisauszeichnung zu lesen, aber wer braucht das? Aus meiner Sicht eigentlich niemand, vielleicht am ehesten noch die Person, die den Blog führt, da sie vielleicht mitteilungsbedürftig ist und niemand sonst zum reden hat.
      Ich nutze das Internet gerne, und bin auch in vielen Fällen dankbar darüber, dass Leute ihre Erkenntnisse ins Internet stellen. Ich finde das durchaus eine grosse Bereicherung. Aber leider bin ich auch immer wieder verärgert wenn ich auf der Suche etwas bestimmtem bin, dass ich vielleicht durch Google erst zahlreiche Webseiten öffnen muss bis die Lösung wirklich vernünftig und praktikabel erscheint.

      • Die Frage „Wer braucht das?“ wird in Zeiten wo Dschungelcamp und Wetten dass um die höchste Einschaltquote ringen, noch gestellt? 😉

  1. Pingback: Mein persönlicher Lernzuwachs im SOOC1314 | sooc1314daniel

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