SOOC meets COER – Die SchnOERzeljagd 2.0

Da die Aufgabe „SchnOERzeljagd“ bislang erst von einem sooc1314-Teilnehmer (Problembaum) bearbeitet wurde, dachte ich ich beteilige mich jetzt einfach auch 🙂

 

SchnOERzeljagd

 

Viel Erfolg und Spass beim lösen!

Weblink: http://LearningApps.org/display?v=pk16msxzj

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Was wissen Mrs. Facebook und Mr. Google über mich?

Facebook

Nutzungsverhalten:

Hier gebe ich nicht sonderlich viel ein. Poste wenig auf meinem Profil und habe recht strikte Privatsphäreeinstellungen für „Nicht-Freunde“. Ich benutze Facebook meist eher zur Kommunikation mit Kommilitonen in geschlossenen Gruppen oder nutze den Mail-Service zur Kommunikation mit der Familie oder Freunde die nicht in der Umgebung wohnen. Bis auf ein paar Likes und gepostete Videos ist nichts großartiges dabei.

Erwartung:

Aufgrund meiner vereinzelten Likes auf Seiten und Videos wird Facebook wissen, dass ich mich für Fußball interessiere. Auch mein Lieblingsverein ist zu erkennen. Vereinzelte Lieder die mir gefallen dürften auch dabei sein. Wo ich studiert habe und jetzt studiere ist bestimmt auch mit dabei. Mehr dürfte eigentlich nicht auszulesen sein.

Ergebnis:

Die Statistiken die WolframAlpha anhand meines Facebook-Profils über mich erstellen konnte, haben mich nicht sonderlich überrascht. Interessant fand ich, dass ich meistens Mittwochs und Freitags gegen 20 Uhr online bin und komischerweise Freitags morgens um 10 Uhr und Abends um 20 Uhr die meisten Posts schreibe. Zumindest Freitag morgens um 10 war mir nicht bewusst :-), muss ich mal in Zukunft beobachten. Heftig ist allerdings, wie einfach Rückschlüsse auf meine Freunde gezogen werden kann. Aufgrund der Freundesbeziehungen konnte ganz klar geclustert werden woher ich wen kenne (Heimatstadt, Bachelorstudium, Masterstudium, Ausbildung (Unternehmen), Ausbildung (Berufsschule), Freundeskreis, Familie, etc.).

 

FriendNetwork

Das heißt für mich selbst dann aber auch, dass wenn ich Freunde habe, die es mit den Privatsphäreeinstellungen nicht zu genau nehmen, dann sind meine Daten ebenfalls schlecht geschützt, da die anderen ja Preis geben, dass sie mit mir befreundet sind.

 

Google

Nutzungsverhalten:

Google nutze ich, wie wahrscheinlich die meisten, enorm oft. Es ist für mich die Tür zum Internet. Jeder Browserstart, jeder neue Tab beginnt auf Google, was allerdings nicht bedeuted, dass ich das Suchfeld auch immer benutze. Für mich wichtige/häufig benutzte Seiten habe ich i.d.R. als Favorit eingespeichert und muss sie deshalb nicht mehr googlen. Mir fällt es schwer genau zu sagen, was ich eigentlich häufig google. Ich glaube, dass ich öfters mal nach einer Übersetzung via „dict“ suche, nach einem „synonym“ oder wenn ich mir mal mit einer Rechtschreibung unsicher bin. Außerdem bin ich nie mit meinem Google-Account eingeloggt. Ich logge mich kurz ein, checke meine Emails, und logge mich sofort wieder aus, bevor ich Google weiterverwende. So habe ich zumindest die Hoffnung, dass weniger auf mich geloggt wird.

Erwartung:

Normalerweise würde ich sagen, dass Google meine Aufrufe der Favoriten nicht mitbekommt. Aufgrund des Vortrags von Marius Melzer vom 26.11.2013 vermute ich mittlerweile, dass Google, weil es meine Startseite ist, sehen kann wohin ich mich von ihrer Seite aus bewege. Die Begriffe die ich explizit in die Suchleiste eingebe werden ganz bestimmt mitgeloggt.

Ergebnis:

Die Google „Anzeigeeinstellungen“ haben mein Profil zumindest schonmal genau getroffen: Männlich, zwischen 25-34 Jahre alt, Sprachen Deutsch und Englisch. Die 22 Interessen die für mich hinterlegt sind, fand ich allerdings alle recht oberflächlich, da habe ich mehr erwartet. Dennoch: Meine Favoriten sind Google bekannt.

Einen Punkt fand ich allerdings lustig. Da ich meinen Rechner neu aufgesetzt habe, musste ich vor drei Tagen nach einem neuen Wallpaper suchen und schon hat Google ein neues Interesse hinzugefügt. Ich interessiere mich nun für „Skins, Themes und Bildschirmhintergründe“ 🙂

Open KnowledgeWorker

Am 10.12.2013 war Jenny Weber von Chemmedia zu Gast beim SOOC1314 und hat uns Teilnehmern das OER-Autorentool „Open KnowledgeWorker“ vorgestellt.

Open Educational Resources sind frei zugängliche, „offene“, Lernplattformen mit wenig restriktiv lizenzierten Lerninhalten. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, dass das gesammelte Wissen wiederverwendet werden kann und sich dadurch hoffentlich weiterentwickelt.

Im Beispiel des „Open KnowledgeWorker“ hat jeder User seinen eigenen „Workspace“ wo er eigene Kurse, Lernziele und sog. Wissensbausteine erstellen kann. Dieser „Workspace“ ist quasi mein „Profil“ und beinhaltet die Dinge die mich interessieren, oder aus Sicht eines Lehrers, die Inhalte seines Unterrichtsfaches.

Um den eigentlichen Ansatz eines OERs zu erfüllen, nämlich Lerninhalte möglichst vielen Leuten zugänglich zu machen, sie zu teilen und gemeinsam zu bearbeiten, können andere User auf meinen Workspace (meine Lerninhalte) zugreifen.

Abgesehen von den CC-Lizenzen ist die Restriktion hier, dass nur die User auf meine Lerninhalte zugreifen können, die ich dafür freigeschalten habe. Somit sind meine zu Beginn des Vortrags vorhandenen Bedenken, dass meine Daten von anderen Usern gelöscht werden können, eigentlich grundlos gewesen.

Was mich allerdings im Nachhinein beschäftigt hat, ist wie der Mechanismus aussieht der verhindert, dass ein User im Bearbeitungsmodus einfach den kompletten Inhalt löscht bzw. mit falschen Daten befüllt. Denkbar wäre hier eine Versionierung der Lerninhalte oder eine Freigabe der Änderungen durch den Besitzer des Workspaces. Die Freigabe der Änderung kennt man bspw. von Wikis, wo Änderungen nicht sofort aktiv werden, sondern zunächst von anderen Usern oder von einem Administrator genehmigt werden müssen.

Die Zielgruppe ist eigentlich jeder, wobei ein Fokus auf Entwicklungsländer gelegt wird. Wie Problembaum in einem Blogpost geschildert hat, haben allerdings genau die Personen aus wenig entwickelten Ländern, die am meisten von den OERs profitieren würden, das Problem, dass sie oftmals keinen Zugang zu einem Computer bzw. Internet haben.

Ob ich selbst eine offene Lernplattform verwenden würde kann ich nur schwer beantworten. Ich habe allerdings das Gefühl, dass mir der Mehrwert im Vergleich zu einem Wiki und Internetforen fehlt oder zumindest noch nicht ersichtlich geworden ist. Hat jemand eine Idee?

Sicher ist auf jeden Fall, dass solch eine Plattform davon lebt, dass möglichst viele Leute teilnehmen. Deswegen vermute ich, dass die Etablierung eines solchen Systems die größte Herausforderung darstellt. Sobald es erst mal läuft und genügend User hat, dürfte es ein Selbstläufer sein und aufgrund der vielen enthaltenen Informationen immer mehr User anziehen.

#ccc trifft #sooc1314

Am 26.11.2013 hörte ich im Rahmen des SOOC1314 einen sehr interessanten Vortrag von Marius Melzer, Mitglied des Chaos Computer Clubs, zum Thema „NSA, Prism und co – Wie schützt man sich vor Überwachung“ und ich hatte den Eindruck, dass ich nicht der Einzige war, der einerseits geschockt und im gleichen Moment dankbar über die Informationen war, die uns Marius Melzer präsentierte. Doch von Anfang an..

Der Chaos Computer Club existiert schon seit dem Jahre 1981 und ist mit über 3.600 Mitgliedern die größte Hackervereinigung. Sie klären unter Anderem über die Chancen und Gefahren von neuen Techniken und Technologien auf, so haben sie bspw. den sogenannten Staatstrojaner aufgedeckt und bei der politischen Debatte, ob biometrische Daten, also bspw. der Fingerabdruck, mit in den Pass aufgenommen werden sollen, auf einer Veranstaltung den Fingerabdruck von CDU-Politiker Wolfgang Schäuble von seinem Glas genommen. Dieser Fingerabdruck wurde anschließend als Latex-Abzieher in der Fachzeitschrift des CCCs an alle Mitglieder versendet. Einige der Mitglieder haben diesen Fingerabdruck mittlerweile in ihrem Reisepass gespeichert. Solche Aktionen haben die Absicht Politiker und auch die Bürger aufzuwecken, denn wie auch in der aktuellen NSA-Affäre deutlich wurde, ist Datenschutz immer dann interessant wenn es einen selbst betrifft. So wurde bekannt, dass 80 Millionen Bundesbürger von der NSA abgehört werden und die Erregung der Politik hielt sich deutlich in Grenzen. Erst als öffentlich wurde, dass die Kanzlerin selbst abgehört wurde, war es ein Skandal.

Marius Melzer machte in diesem aktuellen Fall aufmerksam auf ein Zitat von unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck, der sagte:

Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist wie bei der Stasi und dem KGB, dass es dicke Aktenbände gibt, in denen unsere Gesprächsinhalte alle aufgeschrieben und schön abgeheftet sind. Das ist es nicht.

Und damit hat er Recht. Es ist noch viel viel schlimmer, wie es die Karte bei dem Vergleich Stasi vs. NSA zeigt.

Stasi vs. NSA

Spätestens hier hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit der Hörer 🙂

Im Folgenden wurde uns verdeutlicht, wie leicht es die Politik hat, die gesetzlich verankerten Privatsphäre- und Datenschutzrichtlinien bzw. -rechte loszulösen. Bei der Bekämpfung von Terrorismus oder Kinderpornographie wird wohl kaum einer auf seine Rechte pochen, sondern seinen Emotionen folgen und nachgeben. Und langsam verschieben sich die klaren Grenzen..

Doch wie schütze ich mich dagegen? Wie kann ich verhindern, dass jeder im Internet nachvollziehen kann wo ich sitze, welche Seite ich als Letztes aufgerufen habe und welche Medikamente ich bestelle? Einerseits sollte sich jeder selbst über sein Verhalten bzgl. der eigenen Daten im Internet bewusst sein und möglicherweise hier schon einen Riegel vorschieben. Andererseits kann sich jeder auch durch technische Hilfsmittel vor Datenklau schützen. Damit ich den Vortrag, der sehr viele interessante Punkte hatte, nicht komplett wiedergeben muss, gehe ich im Folgenden auf ein Tool ein, welches mich besonders begeistert hat: Der Tor Browser!

Der Webbrowser Tor wurde von einer Forschergruppe aus den USA entwickelt und unterbindet aufgrund einer intelligenten Serververnetzung, dass der Enduser aufgedeckt werden kann. Hierbei baut der Enduser keine direkte Verbindung zu einem Server auf, wodurch er identifiziert werden könnte, sondern verbindet sich durch einen Umweg über drei beliebige Tor-Server auf den gewünschten Zielserver. Somit bleibt der User für die Website auf die zugegriffen wird anonym. Diesen Webbrowser habe ich und andere SOOC-Teilnehmer noch während des Vortrags ausprobiert und wir waren bzw. sind begeistert.

Marius Melzer vom Chaos Computer Club möchte ich auch hier nochmal herzlichsten Dank aussprechen für den tollen Vortrag und die Aufklärung über die Gefahren im Web. Einige von uns werden nun noch bewusster und sorgfältiger durch das Internet „gehen“.

Meine Identität ins Netz!?

Klarnamenpflicht im Internet? Warum nicht! Ich habe mich schließlich auch im Internet zu benehmen. Im realen Leben kann ich mich auch nicht mit einer Maske ins Restaurant setzen. Ich habe eine Identität und mein Gegenüber ist meiner Meinung nach berechtigt diese zu kennen wenn wir miteinander kommunizieren.

Allerdings erzählt man einem Fremden an der Bar ja auch nicht unbedingt seinen Nachnamen, die Adresse und die Bankverbindung. Hier genügt vielleicht der Vorname. Jeder Mensch sollte jederzeit die Kontrolle darüber haben wie viel er einem anderen von sich Preis gibt.

Ich glaube, dass es ausreicht, wenn jeder im Internet ein Pseudonym besitzt, allerdings ein Pseudonym das überall eindeutig, für alle nachvollziehbar (nicht nur für die Staatsanwaltschaft, wenn eine Strafanzeige vorliegt, sondern für alle und jederzeit), auf EINE Person zurückzuführen ist. Wenn also eine Person unter dem Pseudonym „Michael123“ auf Facebook registriert ist, dann sollte er auch seinen Blog, seinen Youtube-Channel, seine Forenposts unter genau diesem Pseudonym tätigen.

Wie im realen Leben habe ich nur eine Anschrift, nur eine Identität. Stelle ich mit dieser Identität Unfug an, so kann ich sie nicht einfach wechseln und weiter machen wie gehabt. Ich muss mit den Konsequenzen meines Handelns leben. Für immer.

Genau das sollte für „Michael123“ auch im Internet gelten.

Wie sähe eine Welt aus, in der jeder Steuerberater, jede Erzieherin, jeder Lehrer, jede Professorin, jeder Politiker bloggt?

Bestimmt nicht großartig anders als jetzt.

Vor der enormen Informationsflut aus dem Internet kann man sich ja jetzt schon nicht mehr retten. Noch mehr Blogs/Posts ändern an der aktuellen Situation sicher nichts.

Die Frage ist eher: Haben die verschiedensten Berufsgruppen überhaupt etwas zu erzählen?

In manchen Fällen ja. So bspw. Prof. Dr. Jean-Pol Martin der schrieb: „Ich hatte eine „Botschaft“ und wollte sie verbreiten.“. Da es sich hierbei nicht um die Privatperson, sondern explizit um den Menschen im Berufsleben handelt, stellt sich mir die Frage, ob auch der Bäcker von nebenan, die Kellnerin aus dem netten Restaurant oder der Postbote eine (berufliche) „Botschaft“ hat die er/sie verbreiten möchte?

Ich glaube kaum. Bei einem Politiker könnte ich mir das hingegen ganz klar vorstellen. Ein Politiker versucht den lieben langen Tag Menschen (Wähler) auf irgendeine Art zu erreichen. Jede weitere Kommunikationsmöglichkeit wird da sicherlich dankend angenommen. Auch bei Erzieherinnen ist für mich ein Blog nicht abwegig. Bei dieser Berufsgruppe habe ich persönlich den Eindruck, dass sie sich für diesen Job nicht aus reinen monetären Gründen entschieden haben, sondern dass sie den Beruf mit mehr Leidenschaft ausüben als das in manch anderen Berufsgruppen der Fall zu sein scheint. Sie haben demnach eine ähnliche Passion oder „Botschaft“, wie es bereits Prof. Dr. Jean-Pol Martin beschrieben hat. Bei anderen Berufsgruppen, die eben genau den Eindruck erwecken, sich aus monetären Gründen für einen Job entschieden zu haben, wie bspw. einem Steuerberater oder Banker, ist die Frage eher: Wollen die das überhaupt erzählen?

Tendenziell eher nicht. Sonst würden sie den Kunden wichtige (geldbringende) Informationen kostenfrei zur Verfügung stellen. Sonderlich clever wäre das bestimmt nicht.

Für viele Menschen wäre es, trotz der möglichen Anonymität der Internets, gar nicht erlaubt über ihren Job so detailliert zu sprechen, da sie aus rechtlichen Gründen, wie bspw. der Geheimhaltung, nicht über berufliche Inhalte sprechen und erst recht nicht schreiben dürfen.

Somit bliebe wohl alles beim Alten. Sagen und schreiben darf jeder (fast) alles was er möchte, ob dabei etwas sinnvolles/erzählenswertes rauskommt darf zum Glück auch weiterhin der Leser entscheiden.