Konnektivismus

Beim Experiment „Konnektivismus erfahren“ vom sooc1314 mit folgender Aufgabenstellung

Geht auf http://wiki.zum.de/ und klickt links bei “Navigation” auf “Zufällige Seite”. Welcher Artikel erscheint? Kennt Ihr jemanden, der sich damit auskennt? Versucht über einen Tweet jemanden zu finden, der das Thema näher kennt. Twittert zum Beispiel: “Kennt sich jemand aus mit BEGRIFF #sooc1314#followerpower, ”Weiß jemand mehr über BEGRIFF? #sooc1314#followerpower” oder überlegt Euch eine konkrete Frage dazu.

habe ich mit einer hohen Beteiligung der Twitter-Community gerechnet.

Der Artikel der bei mir erschien war „Deutsch in den USA“ und beschreibt einen seltenen Dialekt in den USA der auch „Texas-German“ genannt wird.

Bei meinem ersten Tweet hat sich selbst nach 24 Stunden leider noch niemand gemeldet. Daraufhin habe ich einen zweiten Versuch gestartet und diesmal den Beispielsatz aus dem Wiki verwendet.

Über das Wochenende werde ich weiterhin beobachten ob sich jemand meldet, ich vermute allerdings, dass ein Hashtag wie bspw. #Texasgerman oder #Texas erfolgsversprechender wäre.

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SOOC1314 – Erste Eindrücke

Zum Thema „Lernen und Lehren mit Social Media“ kann ich (leider) einen Erfahrungsbericht beisteuern.

Das Studium fängt an, am ersten Vorlesungstag (super Timing!) werde ich krank, falle für drei Wochen aus und habe damit den kompletten Semesterauftakt verpasst. Dadurch war ich gezwungen meine gewöhnlichen Lerngewohnheiten an diese Situation anzupassen.

Wie wäre das „früher“, bspw. in der Grundschule, abgelaufen?

Der Klassenkamerad oder Sitznachbar wäre wohl ein mal die Woche zu mir nach Hause gekommen und hätte mir die Hausaufgaben vorbeigebracht und erzählt welche Themen behandelt wurden. Ohne die ganzen Background-Informationen, Zusammenhänge und Erklärungen die einem Schüler vom Lehrer während des Unterrichts mit auf den (Lern-)Weg gegeben werden, hätte ich mich nun daran machen müssen, den Stoff selbst zu erarbeiten. „Lehren“ hätte nicht stattgefunden.

Heutzutage, besonders am Beispiel des Kurses SOOC1314, welcher sich gezielt mit dem „Lernen“ und dem „Lehren“ auseinandersetzt, läuft das natürlich anders ab. Hier war/ist es möglich die verpassten Vorlesungen einfach nachträglich anzuschauen um so an die gleichen Informationen zu gelangen wie alle anderen auch. Lediglich Fragen stellen ist nicht möglich, aber glücklicherweise gibt es Emails.

Da es uns allen (auch mir im beschriebenen Beispiel in der Rolle des Lernenden) leichter gemacht wird an Informationen zu gelangen, werden allerdings automatisch höhere Ansprüche an uns gestellt, was auch Probleme mit sich bringt: Da quasi jeder Dozent seine Folien (oder gar Vorlesungsmitschnitte) Online verfügbar gemacht hat, wird vom Studenten erwartet, dass die „verlorene“ Zeit schnellstmöglich „nachgeholt“ wird. In meinem konkreten Beispiel sind das drei „verlorene“ Wochen die in nur einer Woche „nachgeholt“ werden sollen. Mehr Zeit als früher hat der Tag trotz Internet nicht. „Früher“ wäre die Erwartungshaltung des Lehrenden sicherlich eine Andere gewesen.

Daran sieht man bspw., dass der Workload und die Belastung des Einzelnen durch neue Technologien, und die Erwartungshaltung die mit der jeweiligen Technologie einhergeht, in gewissen Situationen zunehmen kann. So werden im Urlaub eben doch mal die Mails gecheckt oder ein Kollege ruft auf dem Handy an um „nur kurz“ (tolle Zeitangabe, wie auch bereits ein anderer SOOC1314-Teilnehmer in seinem Blog am Beispiel von „kurz ins Facebook schauen“ beschrieben hat) was zu fragen.

Das Internet kennt keine „Zeit“ wie wir sie im Alltag kennen. Es gibt keinen Feiertag, Urlaub, Mittagspause. Noch nicht mal Tag und Nacht existieren im eigentlichen Sinn. Schlafen wir Deutschen, dann sind die Amerikaner fleißig am posten/twittern/bloggen und wir dürfen beim Frühstück erst mal „nacharbeiten“ (schon wieder taucht dieses Wort im Zusammenhang mit den neuen Technologien auf). Es kann und wird immer und überall etwas geschrieben und irgendwie hat man das Gefühl da mitmachen zu „müssen“, wie Ejuba bereits in der Online-Sitzung vom 19.11.2013 anmerkte.

Der beschriebene „Zwang“, auch bloggen und posten zu müssen, ist mit ein Grund warum ich (und auch andere?) am SOOC1314 teilnehmen. Auf das Ergebnis am Ende des Kurses bin ich jedenfalls sehr gespannt. Vielleicht „will“ ich danach ja sogar bloggen und „muss“ das gar nicht mehr.